Rund um Volksdorf - Kunstwerke - 01 Hans-Martin Ruwoldt
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"Kunst im öffentlichen Raum" in Volksdorf - Hans-Martin Ruwoldt Ein Beitrag von R. Goedecke
1. Hans-Martin Ruwoldt
Hans Martin Ruwoldt wurde 1891 in Hamburg geboren. Nach einer Bildhauerlehre in Rostock studierte er an der Hamburger Kunstgewerbeschule.
Sein Leben lang waren Tierdarstellungen das Hauptmotiv in seinen Zeichnungen und Skulpturen. Heinz Zabel nennt 24 Arbeiten. Besonders Wildkatzen hatten es Ruwoldt angetan. Immer wieder beobachtete und skizzierte er Tiere in Hagenbecks Tierpark.
Weniger Arbeiten befassen sich mit dem menschlichen Körper. Nur eine Arbeit, kurz vor seinem Tod, zeigt ein abstrahiertes Menschenbild: "Windsbraut" Bronze 1969 am Neuen Jungfernstieg.
1928 schloss sich Ruwoldt der Künstlervereinigung "Hamburger Sezession" an. Er wird auch an den berühmten Künstlerfesten im Hause Maetzel in Volksdorf teilgenommen haben.
1932 bezog Ruwoldt ein Atelier im Ohlendorff'schen Palais in Hamm. Die Stadt Hamburg hatte das Haus 1930 gekauft und dort u.a. Ateliers für Künstler eingerichtet. Zu den ersten Aufträgen, vermittelt durch Fritz Schumacher, gehörte 1930 die "Panthergruppe" für die neu gebaute Walddörfer-Schule.
Mit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten änderte sich für die "Hamburger Sezession" vieles. Die Jahres-Ausstellung 1933 wurde geschlossen. Der Aufforderung, alle jüdischen Mitglieder auszuschließen, beugte sich die "Hamburger Sezession" nicht – sie löste sich selbst auf.
Ruwoldt passte sich (der Not gehorchend) dem "Zeitgeist" an. Er führte z.B. den Auftrag aus, das Relief von Ernst Barlach (trauernde Mutter mit Kind) am Gefallenendenkmal an der kleinen Alster durch eine "passende" Arbeit zu ersetzen. (... ein aus der Asche aufsteigender Phönix). 1949 wurde das Barlach-Relief wieder erneuert.
Ruwoldt fertigte in der Zeit auch mehrere Tierskulpturen für Heeresbauten.
Nach 1945 erhielt er weiterhin Aufträge durch den "Kunst am Bau" Erlaß. Von 1955 -59 lehrte Ruwoldt an der Landeskunstschule als Leiter der Bildhauerklasse.
Hans Martin Ruwoldt starb 1969.
Wenige Monate vor seinem Tod hat er einen großen Teil der Plastiken, Zeichnungen und der Druckgraphik dem Museum für Kunst-und Gewerbe gestiftet.
Hans- Martin Ruwoldt, 1891-1969 Panthergruppe, Keramik, 1930
Gymnasium Walddörfer Im Allhorn 45, Innenhof
Der Schulbau steht unter Denkmalschutz
Denkmalliste Hamburg Nr. 1138
Im Allhorn 45,47,49,Waldredder (teilweise) Walddörfer-Gymnasium ehemalige Walddörfer-Schule als Gesamtanlage, bestehend aus dem Gebäudekomplex und dem Sportplatz, 1928/31 erbaut nach den Plänen von Fritz Schumacher.
Ein Beitrag im Forum des "Treffpunkt Volksdorf " zu Kunstwerken im öffentlichen Raum in Volksdorf hat mich angeregt nach diesen Kunstwerken zu suchen.
Schon lange besitze ich das Buch von Heinz Zabel.
In dem Buch werden im Jahr 1986 für Volksdorf 18 Standorte erwähnt.
Vier Arbeiten habe ich am angegeben Ort nicht mehr finden können.
Die < Panthergruppe> von Hans Martin Ruwoldt im Innenhof des Walddörfer Gymnasiums habe ich in die Liste aufgenommen. Heinz Zabel hat sie nicht erwähnt, weil sie von der Straße nicht gut sichtbar war.
Inzwischen – nach 1986 - sind weitere Kunstwerke in Volksdorf aufgestellt worden.