Ohlendorffs Park

  Viel mehr als nur eine Grünfläche zum Durchqueren ...

 

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Ohlendorffs Park – viel mehr als nur eine Grünfläche zum Durchqueren.

Der Park im Herzen von Volksdorf birgt viele Pflanzenschätze und hat eine spannende Geschichte.

Ohlendorffs Park trägt den Namen nach seinem Begründer, Heinrich Jakob Bernhard von Ohlendorff (1836 - 1928). Seine Ländereien dehnten sich früher zwischen Volksdorf und Ahrensburg aus, auch der Park war mehr als doppelt so groß! Auf einem Teil des früheren Ohlendorffschen Sommersitzes stehen heute Wohnhäuser, Teiche wurde zugeschüttet – Grund genug für eine historische Spurensuche, um sich dann dem heutigen Zustand des Parks zu nähern.

 

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Parkgeschichte


Heinrich Jakob Bernhard Ohlendorff wird 1836 als Sohn des Landschaftsgärtners Johann Heinrich Ohlendorff, dem Begründer des Botanischen Gartens, in Hamburg geboren.


1858 Ohlendorff gründet eine eigene Firma, handelt mit Guano aus Südamerika. Heinrich heiratet später Elisabeth Martens, deren Schwestern zwei Ohlendorff-Brüder ehelichen: Ein richtiger Familienclan entsteht!
Wirtschaftlicher Erfolg, Reichtum und Anerkennung, Aufstieg während der Bismarck-Ära. Wohnsitz in Hamburg-Hamm.


1867 pachtet Heinrich Ohlendorff ein Gelände zwischen Volksdorf und Ahrensburg als Jagdgebiet.


1873 Erhebung Ohlendorffs in den Adelsstand.


1878 kauft von Ohlendorff drei Bauernhöfe in Volksdorf, um sich auf dem Gelände (275 ha) ein standesgemäßes Gut zu errichten.

 

1879-1880 Bau eines Fachwerk-Sommerhaus im „Schweizer Stil" durch den bekannten Architekten Martin Haller. Es wird zunächst als Jagdhaus genutzt.


1884-85 Das Gebäude wird zum Gutshaus und als Sommerfrische für die ganze Familie ausgebaut, zusätzlich werden Gästehaus und Wirtschaftsgebäude errichtet.

Die Parkanlage wird erweitert und ausgebaut im damals vorherrschenden Stil des englischen Landschaftsparks: Es entsteht eine scheinbar natürliche Anlage mit geschwungener Linienführung der Wege und langer Rasenfläche als Sichtachse vor dem Haus und einem Teich mit Halbinsel und Ruderboot. Wie im Jenisch-Park führte eine Knüppelbrücke über das Gewässer. (Foto 5) Die Familie verlebt bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs unbeschwerte Sommervergnügen in Volksdorf, zum Beispiel beim damals ganz im Trend gekommenen Rasen-Tennis.


1904 Eröffnung der Kleinbahn Altrahlstedt-Volksdorf: Ein Bauboom beginnt, von dem Ohlendorff profitiert. Er teilt einen Bereich seines Gutes südliche der Eulenkrugstraße ab und begründet so das Wohngebiet um Hoisberg, Holthusenstraße und Rehblöcken.

Mit Beginn des 1. Weltkriegs wird der Volksdorfer Gutshof ein wichtiger Nahrungslieferant für die Ohlendorffs.


1928 Elisabeth stirbt am 18.April, Heinrich am 3. Juli.
Hans, der Erbe des Volksdorfer Landes, lässt das Haus der Eltern im selben Jahr abreißen und von Elingius & Schramm eine moderne Villa am selben Platz errichten, dem heutigen Bau.


1937 Ausbau der Eulenkrugstraße, das Parkgelände wird durchschnitten
zwischen 1941-51 verkauft Hans v. Ohlendorff Volksdorfer Grundstücke.


1951 Eröffnung der Villa als Ortsamt der Walddörfer, der große Teich wird zugeschüttet



1967 stirbt Hans von Ohlendorff und wird im Familiengrab auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt.


2007 Schließung des Ortsamts, erfolgreiche Bürgerinitiative des Kulturkreises Walddörfer e.V. zur Erhaltung der Villa für die Öffentlichkeit.


2008 Ohlendorffs Villa und Park werden unter Denkmalschutz gestellt.


2009 Gründung der Projektgruppe „Initiative Ohlendorffs Park" im Kulturkreis Walddörfer e.V.



2011 Bestrebungen zur Gründung einer Stiftung zum Erhalt der Ohlendorff'schen Villa

 

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Heinrich von Ohlendorff (im dunklen Anzug) mit serner großen Familie um 1880

 

 

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Knüppelbrücke in Ohlendorffs Park

 

 

 

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Lawn-Tennis in Ohlendorffs Park, im Hintergrund die erste Villa

 

 

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Hans von Ohlendorff (r.) mit Jagdgefährten

   

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Ohlendorffs Park heute


Nur wenige Bäume aus Ohlendorffs Zeit stehen heute noch, viele wurden altersbedingt gefällt. Aus alter Zeit sind die drei Blutbuchen vor der Auffahrt sowie die alten Eichen an der Eulenkrugstraße und an der Ostseite des Parks. Die Grundstruktur mit der geschwungenen Wegeführung und die halbkreisförmige Auffahrt ist auch noch heute weitgehend erhalten.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden im Park viele, zum Teil exotische Gehölze, wie zum Beispiel Immergrüne Eiche, Nadelbuche, Urwelt-Mammutbaum, gepflanzt. Heute ist der Park ein beliebter und wichtiger Treffpunkt für die Volksdorfer Jugend.

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Initiative Ohlendorffs Park

Ohlendorffs Park verwahrlost immer mehr: Städtische Grünpfleger können sich nur hier und da eine Fläche im Park vornehmen, der Personalmangel ist dramatisch. Manche Bereiche können überhaupt nicht mehr betreut werden, Wildwuchs wie Brombeerhecken überwuchern teure Anpflanzungen, Edelgehölze verwildern.

Die Projektgruppe „Initiative Ohlendorffs Park" im Kulturkreis Walddörfer e.V. will durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie verschiedene Aktionen auf den Park aufmerksam machen. Dies geschieht in enger Kommunikation mit städtischen Behörden, um die beste Effizienz zu erzielen. Förderer, Interessierte und Helfer sind herzlich willkommen!

Zu den Aktivitäten der Initiative:

• Schnittaktionen im Park unter der Anleitung des ehemaligen Reviergärtnermeisters Rolf Bock, 2x jährlich im Februar und im November

• Parkführungen und Vorträge (werden auf dem Treffpunkt Volksdorf bei den Terminen angekündigt).

Möchten Sie mitwirken?

Wenn Sie Fragen haben, beim Organisieren, bei Aktionen oder in anderer Form das Projekt unterstützen möchten, melden Sie sich bitte bei Anke Tröster unter Tel. 040- 60 90 17 38 senden eine Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Literaturhinweise (Auswahl)

Karin von Behr, Die Walddörfer, Hamburg 1996

Karin von Behr, Die Ohlendorffs, Bremen 2010

A.Schreyer/H.Tiedemann, Liebes altes Volksdorf, Hamburg 1986

 

Text-und Bildnachweis

Text und aktuelle Fotos: Anke Tröster M.A., Hamburg

Historische Fotos: De Spieker, Hamburg

Panoramafoto: Michael Suhr

Faltblatt: Kulturkreis Walddörfer

 

 

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