"Kunst im öffentlichen Raum" in Volksdorf

 Hubert Kiecol

  Ein Beitrag von Renate Goedecke

15. Hubert Kiecol

Die Arbeit von Hubert Kiecol ist das letzte Kunstwerk meiner Wanderung zur "Kunst im öffentlichen Raum" in Volksdorf.
Heinz Zabel hatte in seinem 1986 erschienen Buch "Plastische Kunst in Hamburg" für Volksdorf 18 Kunstwerke genannt.
Einige Arbeiten sind inzwischen entfernt worden.
In den letzten 25 Jahren sind viele neue Kunstwerke in Volksdorf aufgestellt worden.
Die vergnügliche Kunstwanderung in Volksdorf kann also fortgesetzt werden.
Leider habe ich bisher keine neue, so umfassende Literatur wie das Buch von Heinz Zabel als "Kunstführer für Volksdorf" gefunden.

Hubert Kiecol wurde 1950 in Bremen geboren.
Er lernte zunächst Schriftsetzer, besuchte dann die Hamburger Werkkunstschule und studierte danach an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.

Als Künstler und Bildhauer hat Kiecol sich immer wieder mit architektonischen Formen und Materialien befasst.
Wir finden z.B. Häuser, Treppen, Bögen, Fenster, Säulen oder Leitern; oft als Kleinskulpturen und auch in seinen Radierungen, Holzschnitten oder Zeichnungen.
Holz, Stahl, Beton, Glas und Backstein sind bevorzugte Materialien.
Es sind vertraute Gegenstände; Dinge, die uns täglich begegnen, die Kiecol in einer klaren Formensprache in seinen Skulpturen zeigt.

Seine Arbeiten werden international in Museen und Ausstellungen gezeigt.
Seit 1993 unterrichtet Kiecol an der Kunstakademie in Düsseldorf.
Im Jahr 2000 wurde er mit dem Wolfgang-Hahn Preis – einem Preis für Gegenwartskunst – ausgezeichnet.

In Hamburg-Volksdorf steht seit 1985 in der Buchenkampsiedlung eine Arbeit von Hubert Kiecol.

Von der U-Bahnstation Buchenkamp erreicht man einen runden, zentralen Platz an dem Läden, Wohnungen und soziale Einrichtungen liegen.
In der farblich abgesetzten Pflasterung sind Kreise zu erkennen, in deren Mitte die Skulptur von Kiecol steht.

Kiecol hat die Arbeit "Ohne Titel" genannt. In anderen Schriften heißt es: "Tor" oder "Tormonument".
Heinz Zabel nennt die Arbeit: "Campanile".
( Glockenturm?)
Eine reizvolle Vorstellung, wenn in dem über fünf Meter hohen Bau, über dem quadratischen Grundriss, mit den nach allen vier Himmelsrichtungen offenen Torbögen, hoch oben unter dem Satteldach eine kleine Glocke hinge.
Wann und warum und wer sollte sie läuten?

Das Material der Skulptur sind rote Klinkerbausteine -innen- und weißer Gußbeton - außen.
Steht man im Zentrum des Baues und schaut durch die Tore in alle vier Himmelsrichtungen erkennt man die Wechselbeziehung der Arbeit von Kiecol mit dem Umfeld: der rote Klinkerstein ist das vorherrschende Baumaterial der Siedlung am Buchenkamp.

Der Platz um das Kunstwerk hat Sitzbänke, Leuchten, schattenspendende Bäume, Rasenflächen und Blumen.
In den Jahres- und Tageszeiten, an denen ich das Kunstwerk besucht habe, war der Platz immer leer.

Leider habe ich noch nicht genügend Kontakt mit Bewohnern der Siedlung aufnehmen können, um zu erfahren, was der Platz und das Kunstwerk ihnen bedeutet.
Ob das "Tor" mehr sein kann, als nur ein "Schmuck" auf dem Durchweg zur U-Bahnstation?






 

 

Hubert Kiecol
1950-
Campanile
Stein
1986
Buchenring 63a

015-kiecol-01




015-kiecol-02




015-kiecol-03

                                                                                         Zurück zu Übersicht ...

 

 



trennlinie-gelb-800


     
  xxx  
  • kkw.jpg
  • club65.jpg
  • malschule-volksdorf.jpg
  • parkresidenz_alstertal.jpg
  • vj.jpg
  • v-behr.jpg
  • spieker.jpg

sooo-gross-450x250

  • plattdeutsche_kulturtage.jpg
  • albertinen-330x230-90.jpg
  • kunstkate.jpg
  • denkendenken-330x238.jpg
  • waldgeist.jpg
  • begegnungsstaette_bergstedt.jpg
  • ctis.jpg

vj seite 1

Zum Seitenanfang