"Kunst im öffentlichen Raum" in Volksdorf

 Bernhard Dexel

  Ein Beitrag von Renate Goedecke

10. Bernhard Dexel

Über Bernhard Dexel fand ich nur wenige Veröffentlichungen.

Eine Quelle ist ein Bericht über eine Ausstellung in der Galerie Brockstedt, Magdalenenstr. 11 in Hamburg im Mai 1999. Zum 80. Geburtstag von Bernhard Dexel stellte die Galerie Brockstedt aus: "Vater und Sohn Dexel – zwei Generationen "

Bernhard Dexel wurde 1919 in Jena geboren.

Er ist der Sohn des Kunsthistorikers, Malers und Graphikers Walter Dexel (1890-1973), der in Jena, Berlin, Magdeburg und zuletzt in Braunschweig lebte und arbeitete.

Bernhard Dexel blieb bis zum Abitur 1937 im Haus der Großeltern in Jena. Von 1937-1945 leistete er unfreiwillig Kriegsdienst.
Nach Kriegsende studierte Bernhard Dexel von 1945-1949 in Braunschweig Architektur. Danach lebte er in Hamburg und arbeitete als Architekt und Gutachter.

Erst 1972 begann Bernhard Dexel seine künstlerische Tätigkeit. So zeigte die Ausstellung in der Galerie Brockstedt 1999 vierzehn Skulpturen des Architekten und Bildhauers Bernhard Dexel aus weißem Kunststoff. Die Galerie schreibt dazu: "Es sind utopische Entwürfe für Hochhäuser, freilich ohne Anspruch wirklich gebaut zu werden."

Die Skulptur – Plexi-Objekt – von Bernhard Dexel steht in Volksdorf in der Farmsener Landstr. 95c. Sie ist aus weißem Kunststoff.

Bernhard Dexel hat das Haus gebaut und die Skulptur 1982 am Eingang aufgestellt.

Lange Jahre führte mein Weg zur Arbeit an dem Haus vorbei. Ich habe die Skulptur immer angesehen und darüber nachgedacht, welcher Kunstliebhaber dort wohnt.

Die Familie Dexel wohnte in Sasel. Dort steht auch ein weißes Kunststoff-Objekt im Vorgarten.

Bei meinen Recherchen stieß ich auf ein Buch der Ehefrau Karin Dexel.


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"Wolken über dem Tag"
Leben mit einer endogenen Depression
Fischer Verlag 1991

Karin Dexel schildert in dem Buch ihren Alltag mit den Problemen dieses Leidens. Sie wollte damit Verständnis wecken für an Depression erkrankte Menschen.

Ein lesenswertes Buch!

Der Verlag "Books on Demand" hat das Buch 2004 neu aufgelegt und mir eine Verbindung zu Karin Dexel vermittelt.

Ich habe Frau Dexel im Februar 2011 besucht.

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Es war ein wunderbarer Nachmittag in einem Haus voller Kunst. Frau Dexel hat mir weitere Arbeiten ihres Mannes gezeigt und von seiner künstlerischen Tätigkeit erzählt.

In seinem Arbeitszimmer stehen viele Modelle seiner Arbeiten – auch die Figur, die das Titelbild von Karin Dexels Buch schmückt.

Frau Dexel zeigte mir Fotos von Schmuckstücken, die Bernhard Dexel um 1988 entworfen hat.


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Fotos: Margot Schmidt




Bernhard Dexel starb im Jahre 2000.

Auf dem Rasengrab auf dem Waldfriedhof in Volksdorf wächst ein weißer Rhododendron aus seinem Garten.

Karin Dexel starb im April 2011.

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  Bernhard Dexel
1919-2000
Plexi-Objekt
Kunststoff
1982
Farmsener Landstr. 95c

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